Die WWF Jugend Frankfurt ist für den Klimaschutz aktiv.

Ein Netz, darauf eine leuchtende Welle aus Plastikmüll und von Kindern gebastelte Laternen, die Meeresbewohner zeigen: Mit ihrer beeindruckenden Kunstinstallation lenkt die WWF Jugend anlässlich der diesjährigen Earth Hour die Aufmerksamkeit auf den Artenreichtum der Meere und dessen Bedrohung.

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Die Earth Hour: ein weltweites Ereignis

Bereits zum 13. Mal schalten am 30. März 2019 ab 20:30 Uhr Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen für eine Stunde das Licht aus, um im Rahmen der Earth Hour ein globales Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. In Frankfurt bleiben neben unzähligen Bürogebäuden und Wohnungen auch Brücken, Kirchen und der Römer dunkel. Das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main lädt zusammen mit dem Steigenberger Frankfurter Hof zur großen Party für den Klimaschutz ein. Die Tanzfläche im Ehrenhof des Hotels am Kaiserplatz besteht aus technischen Modulen, die bei jeder Bewegung Energie erzeugen. So produzieren die tanzenden Klimaschützerinnen und Klimaschützer saubere Energie und bringen die Botschaft „Gemeinsam Frankfurt bewegen“ zum Leuchten. Etwas bewegen, das will auch die WWF Jugend mit ihrer Kunstinstallation zur Earth Hour 2019, die sie vor dem Eingang zur Party aufbauen wird.

Klimaschutz ist auch Artenschutz!

Eine Welle aus Plastikmüll, verschiedenste Meeresbewohner – die Aussage des Kunstwerks scheint klar: Plastik bedroht die Artenvielfalt in den Weltmeeren! Doch das Thema ist komplex und auf den zweiten Blick ganz eng mit dem Klimaschutz verknüpft, wie Anne Zeiß von der WWF Jugend erklärt: „Aufgrund des Klimawandels nimmt das Meerwasser mehr Kohlenstoffdioxid aus der Erdatmosphäre auf, sein pH-Wert sinkt. Diese Versauerung bedroht zunächst alle Meeresbewohner, die ein Kalkskelett haben. Da sie Teil der Nahrungskette sind, leiden in der Folge auch andere Lebewesen – und schließlich auch der Mensch.“

Wenn Plastik zu Kunst wird

Die Idee für die Kunstinstallation stammt von der 20-jährigen Lena Liebetrau. „Im vergangenen Jahr ist für mich alles, was mit dem Meer zu tun hat, wichtiger geworden – vor allem, weil ich mit dem Tauchen angefangen habe. Gleichzeitig habe ich begonnen, meinen Plastikmüll massiv zu reduzieren“, erzählt die Studentin.

Zur Umsetzung der Idee braucht es zunächst vor allem eines: eine Menge Plastikmüll. Davon gibt es in einer Großstadt wie Frankfurt am Main natürlich reichlich. Anne Zeiß organisierte eine große Müllsammelaktion, für die sich die WWF Jugend mit anderen Frankfurter Initiativen wie #cleanffm und World Cleanup Day Frankfurt zusammenschloss. Auch die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) wurde mit ins Boot geholt. Alles, was sich für die Kunstinstallation eignet, wird gesäubert, das Übrige ordnungsgemäß entsorgt. Lena Liebetrau entwickelte Bastelvorlagen, mit denen Kinder selbst Laternen mit Meeresbewohnern herstellen können. Dann nahm sie Kontakt zu Kindergärten und Grundschulen auf.

Vorrangiges Ziel der Kunstinstallation ist es, die Menschen zum Nachdenken anzuregen: „Vielleicht stellen sich einige, die unsere Kunstinstallation sehen, die Frage, wie viel Plastikmüll sie selbst produzieren – und versuchen dann, das zu reduzieren“, hofft Lena Liebetrau. „Aber auch allein schon die Müllsammelaktion ist eine gute Sache, weil wir die Natur von Müll befreien“, ergänzt Anne Zeiß.

Der WWF Panda präsentiert die Kunstinstallation der WWF Jugend zur Earth Hour 2019 in Frankfurt am Main.
Der WWF Panda präsentiert die Kunstinstallation der WWF Jugend zur Earth Hour 2019 in Frankfurt am Main. Quelle Energiereferat. Foto: Hamerski

 

Im Zeichen des Pandas
Der Große Panda, früher auch Bambusbär genannt, gehört zu den am meisten bedrohten Tierarten der Welt. Er wurde zum Wappentier des WWF erklärt – und damit zu einem der Symbole für den internationalen Artenschutz. Die 1.864 noch in der Wildnis lebenden Großen Pandas verteilen sich auf sechs Bergregionen im Südwesten Chinas. Der WWF ist seit über 30 Jahren für den Schutz des Großen Pandas im Einsatz. (Quelle: https://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/grosser-panda/)

Aktionen, die wirklich etwas bringen

Der Umweltschutz spielt schon lange eine große Rolle im Leben der beiden jungen Frauen. Schmunzelnd erinnert sich die heute 25-jährige Anne Zeiß, wie sie bereits in der Grundschule mit einer Freundin „Tierrettungsclub“ spielte und Unterschriften gegen Tierversuche sammelte. Das weckte die Lust, sich richtig zu engagieren. Seit der Gründung der WWF Jugend 2009 ist sie mit dabei. Lena Liebetrau stieß vor mehreren Jahren hinzu.

„Bei unseren Aktionen hat man immer das Gefühl: Das bringt jetzt was!“, findet Anne Zeiß. Seit einiger Zeit ist sie auch Redakteurin und Aktions-Teamerin in der WWF Jugend: „Ich kann an Workshops und Weiterbildungen teilnehmen, bei denen ich zum Beispiel Projektmanagement lerne oder wie ich Artikel für unsere Webseite schreibe. Man trifft in der WWF Jugend viele andere Leute, die etwas bewegen wollen. Das macht super viel Spaß.“

Auf eines weist sie besonders hin: „Jeder ist willkommen und kann sich engagieren – auch wenn er kein zahlendes Mitglied ist!“ Sehr wichtig ist heute die Online-Community, wie Lena Liebetrau erläutert: „Dort kann man ganz einfach vorbeischauen, Informationen erhalten und mitdiskutieren. So können alle mitmachen, selbst wenn sie nicht zu den Treffen oder Aktionen kommen können.“

Bild oben: Energiereferat / Salome Roessler

| von Team Frankfurt