WWF-Jugend spart Energie im Alltag

Anne Zeiß, Anna Balzereit, Carolin Anger und Lena Liebetrau haben bereits zahlreiche Maßnahmen in ihren Alltag integriert, mit denen sie Energie sparen. Sie tragen somit zum Klimaschutz bei und unterstützen die Stadt Frankfurt beim Erreichen der Klimaschutzziele.

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„Wenn alle etwas Energie einsparen, sinkt der globale Energieverbrauch“

Energiesparen im Alltag: Vier junge Frankfurterinnen zeigen, wie es geht

Für Anne Zeiß, Anna Balzereit, Carolin Anger und Lena Liebetrau gehört der Klimaschutz ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag. Die vier Studentinnen sind aktive Mitglieder in der WWF Jugend. Eine klimafreundliche Lebensweise ist ihnen ein wichtiges Anliegen, um unsere Erde und Umwelt zu schützen. So nutzen sie die zahlreichen Möglichkeiten in ihrem Alltag, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Sie leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutzziel der Stadt Frankfurt am Main, bis zum Jahr 2050 insgesamt 50 Prozent Energie einzusparen.

Zuhause gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Stromsparen

Jede Menge Strom lässt sich mit wenig Aufwand zum Beispiel im Haushalt sparen. „Ich schalte alle Geräte und Steckdosenleisten komplett aus, statt sie auf Stand-by zu lassen und nehme das Ladegerät aus der Steckdose, wenn gerade kein Gerät angeschlossen ist. Sobald es mit der Steckdose verbunden ist, fließt Strom“, erzählt Zeiß. Die 25-Jährige macht gerade ihren Master in „Comparative Literature“ und gibt unter anderem Umweltworkshops zu den Themen Plastikverschmutzung und Müllvermeidung.

Energie beim Kochen gut ausnutzen

Beim Kochen geht es vor allem darum, die Energie möglichst effizient zu nutzen: „Ich lege beispielsweise auf jeden Topf einen Deckel. Damit wird das Essen auch schneller fertig, weil keine Hitze entweicht“, berichtet Anger. Sie ist 20 Jahre und studiert Lehramt für Mathematik und Latein. Zeiß ergänzt, dass sie zusätzlich darauf achtet, den Topf auf eine Herdplatte zu stellen, der seiner Größe entspricht, sodass möglichst keine Energie verschwendet wird. Außerdem verzichtet sie in der Regel darauf, den Backoffen vorzuheizen und schaltet diesen vor Ende der Backzeit aus: „Der Ofen ist ja dann immer noch heiß und gart weiter.“

Möglichst kaltes statt warmes Wasser verwenden

Zeiß versucht möglichst oft kaltes Wasser zu nehmen, da zur Warmwasseraufbereitung ebenfalls Energie gebraucht wird: „Ich nehme kaltes Wasser zum Händewaschen und Zähneputzen. Statt zu baden, dusche ich – möglichst nicht zu lang. Waschmaschine und Spülmaschine laufen bei mir lediglich, wenn sie wirklich gut befüllt sind.“ Dazu ergänzt Balzereit: „Was nicht unbedingt warm gewaschen werden muss, lasse ich auf einem kälterem Waschzyklus laufen.“ Sie ist 25 Jahre und macht gerade ihren Masterabschluss in „Public Policy and Human Development“.

Energiesparend heizen

In der kalten Jahreszeit achtet Balzereit zusätzlich darauf, während des Lüftens die Heizung herunterzustellen. Statt gekipptem Fenster setzt sie auf kurzes Stoßlüften und regelt die Temperaturen mittels Thermostat. So senkt sie diese tagsüber, wenn niemand zuhause ist. Nicht ständig genutzte Räume, wie das Schlafzimmer, lässt sie ganz unbeheizt: „Schließlich werden sie durch die anderen Räume mit beheizt.“

Regional und saisonal einkaufen, Kleidung tauschen

Auch beim Einkaufen behalten alle vier den Klimaschutz im Blick und kaufen möglichst regional und saisonal, da alle Produkte einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Liebetrau hat sich beispielsweise angewöhnt, nach Vorlesungsende beim Wochenmarkt in der Stadt oder beim Bauern vorbeizufahren und dort ihr Gemüse und Obst einzukaufen. Die 20-Jährige studiert Umweltingenieurwesen.

Zeiß nutzt bei Kleidung die Möglichkeit, diese zu tauschen. „Ich habe zum Beispiel fast kein neu gekauftes Kleidungsstück im Schrank, sondern alles von Kleidertauschparties, die ich teilweise selber mit organisiert habe, oder aus Second-Hand-Läden“, erzählt sie. Wenn sie doch mal etwas neu kauft, achtet sie darauf, dass es aus Biobaumwolle und fair produziert ist.

Dem Klima zuliebe per Pedes, Rad oder Zug unterwegs

Um beim Reisen CO2 einzusparen, nimmt Balzereit möglichst den Zug statt zu fliegen: Vor zwei Jahren ist sie per Interrail nach Griechenland gefahren. „Damit habe ich rund 40 Kilogramm CO2 eingespart. Gleichzeitig war es eine sehr schöne Erfahrung, weil ich so viel mehr von den Ländern zwischendrin mitbekommen habe.“

Die kürzeren Strecken legt sie allerdings eher mit dem Fahrrad zurück. Einen Teil ihres Studiums hat Balzereit in den Niederlanden verbracht und ist begeistert über die Fahrradfreundlichkeit des Landes. Anger betont, dass es außer eingespartem CO2 noch einen weiteren Vorteil hat, wenn sie mit dem Fahrrad zum Einkaufen fährt: „Dadurch, kann ich nicht so viel einkaufen, wie ich es mit einem Auto könnte. So überlege ich mir vor dem Einkauf, was ich brauche und kochen möchte. Dadurch werfe ich so gut wie nie Lebensmittel weg." Zeiß ist dagegen eher zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. In der Universität nimmt sie die Treppen statt dem Aufzug und achtet auf Recyclingpapier, für dessen Herstellung wesentlich weniger Energie verbraucht wird.

Andere motivieren und Vorbild sein

Zeiß und ihre Mitstreiterinnen wissen: Zum Energiesparen braucht es ein paar Veränderungen im Alltag. Viele davon erfordern nur einen geringen Aufwand und senken zusätzlich die persönlichen Stromkosten. „Wenn alle etwas Energie einsparen, sinkt der globale Energieverbrauch“, fasst Balzereit zusammen und weist darauf hin, dass es sich zum Einstieg anbietet, bei alltäglichen Handlungen kleine Veränderungen zu machen: beispielsweise auf den Warmwasserverbrauch oder in den kommenden Monaten auf die Heiztemperatur zu achten. Das schlägt sich auch direkt im eigenen Geldbeutel positiv nieder.

Zeiß möchte mit ihrem Engagement vor allem Vorbild für andere sein: „Ich hoffe, dass ich mit dem, was ich mache, anderen zeigen kann: Es ist möglich, auch mit kleinen Veränderungen CO2 einzusparen. Zahlreiche einfache Kleinigkeiten lassen sich leicht integrieren ohne auf Vieles verzichten zu müssen. Ich möchte damit andere motivieren, selbst aktiv zu werden.“ Das viele positive Feedback zeigt ihr, dass das funktioniert. Auch Liebetrau ist optimistisch: „Oft denkt man, dass einem die Macht fehlt, etwas zu verändern. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass man absolut nicht allein ist. Ich finde es total motivierend und schön, zu sehen, dass immer mehr Menschen auf ihren ökologischen Fußabdruck achten!“ Vor diesem Hintergrund planen die vier Studentinnen gerade gemeinsam im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der WWF Jugend Aktionen für die Europäische Woche der Abfallvermeidung im November.

 

Anne Zeiß umarmt den WWF Panda

 

| von Team Frankfurt