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Klimafreundlich einkaufen, geht das?

40 Prozent Deines CO2-Fußabdrucks sind auf den privaten Konsum zurückzuführen. Das heißt, dass Du durch einen nachhaltigeren Lebensstil sehr viel Einfluss auf den Klimaschutz nehmen und jeden Tag direkt etwas für unsere Zukunft tun kannst. Doch was bedeutet nachhaltiger Konsum überhaupt?

Leider wird nachhaltiger Konsum meistens mit Verzicht in Verbindung gebracht. Wir sollen kein Fleisch mehr essen, nicht mehr im Internet bestellen und innerdeutsche Flugreisen gehören sowieso verboten. Doch nachhaltiger Konsum hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit der Umstellung auf eine klimafreundlichere Lebensweise. Nachhaltiger Konsum bedeutet, die Natur und ihre Ressourcen im Alltag so wenig wie möglich zu belasten. Wo kaufst Du, was kaufst Du und wie vermeidest Du unnötiges Verpackungsmaterial und Plastik? Musst Du überhaupt etwas neu kaufen oder kannst Du es vielleicht leihen (Sharing), gebraucht kaufen oder Aussortiertes reparieren, bevor Du es wegwirfst? Das gilt für Bekleidung, Möbel, Nahrungsmittel und Elektrogeräte, eigentlich für alles im Leben. Und: Es macht ausgesprochen Spaß.

Lass Dich überraschen, was es in Frankfurt heute schon an neuen Geschäftsideen und guten Möglichkeiten gibt, die auf verblüffende Weise aufzeigen, dass sich Konsum und Klimaschutz nicht ausschließen.

 

 

Frankfurt, eine Stadt im Wandel.

Abbildung Logo Transition Town Frankfurt)

 

Heute schon einem Lastenfahrrad begegnet, über den farbenfrohen Wochenmarkt Deines Viertels geschlendert oder staunend vor einem neu eröffneten Unverpackt-Laden in der Nachbarstraße gestanden? Frankfurt steht in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz mitten im Wandel. Vergleichen mit 2010 lebt es sich eindeutig besser und nachhaltiger in unserer Stadt. Zahlreiche Initiativen, Projekte und Aktivisten*innen haben die Initiative übernommen. Ihr gemeinsames Ziel: Nicht länger warten, jetzt machen!

In den letzten Jahren sind Netzwerke entstanden, die ihr nachhaltiges Denken und Handeln sichtbar machen und in die Stadt tragen. Mit Gleichgesinnten zusammen erproben sie, wie wir bewusster und besser leben. Und vor allem, wie wir besser mit unserer Erde umgehen.

Transition Town Frankfurt zum Beispiel ist Teil einer weltweiten Bewegung, die mit konkreten und alltagstauglichen Projekten daran geht, aus Frankfurt eine lebenswertere und zukunftsfähigere Stadt zu machen. Es gilt, hier Lösungen für unser Leben zu entwickeln, um globale Herausforderungen zu meistern. In ihrem Netzwerk verknüpft Transition Town Personen, Unternehmen und Initiativen, um gemeinsam bessere Voraussetzungen zu schaffen, um weniger von fossilen Rohstoffen abhängig zu sein und weniger Energie zu verbrauchen. Dieses Umdenken und der nötige Wandel in Frankfurt funktioniert nur mit solchen Ideen, mit großen Herzen und der Fähigkeit, überall selbst mitanzupacken.

 

Monatstreffen von Transition Town, Foto: Kuwe Fritz, Transition Town Frankfurt
Monatstreffen von Transition Town, Foto: Kuwe Fritz, Transition Town Frankfurt

 

Mach mit! Es ist auch Deine Stadt!

Was ist los in Deiner Stadt, wo fühlt sich das Leben in Frankfurt schon wirklich nachhaltig und klimafreundlich an? In diesem Artikel möchten wir Dir konkrete Menschen und Lösungen vorstellen, die belegen, dass die Stadt am Main längst auf einem guten Weg ist.

Erlebe Frankfurter*innen, echte Pioniere und neue Projekte, die uns überrascht haben und Mut auf mehr machen. Sie alle verbindet die große Leidenschaft, unsere Stadt jeden Tag ein kleines Stück nachhaltiger zu machen. Gemeinsam mit Dir. Mach mit, werde auch Du Teil von Team Frankfurt!

 

 

Foto: Nadine Kopp, Koppiright.Fotografie
Foto: Nadine Kopp, Koppiright.Fotografie

 

Team Frankfurt (TF): Können Sie zu jedem angebotenen Produkt sagen, wo es herkommt, was darin steckt und unter welchen Umständen es erzeugt wurde?

Christina Schwab (CS): Nein, das ist nur teilweise möglich. Wir müssten dazu die Produzenten jedes Produktes kennen, um das wirklich zu beurteilen. Das ist bei über 1.200 Produkten leider nicht möglich. Umso wichtiger ist aber dann die Auswahl der kleineren Lieferanten und Hersteller, zu denen wir ein vertrauensvolles Verhältnis haben. Wann immer möglich bevorzugen wir regionale Produzenten, um beim Herstellungsprozess der Produkte möglichst viel Transparenz zu bekommen.

TF: Wie hoch schätzen Sie das Potenzial an Frankfurtern*innen, für die das Unverpackt-Angebot in Frage kommt?

CS: Frankfurt ist eine grüne Stadt und das auch politisch. Es gibt sehr viele Menschen, denen unsere Umwelt am Herzen liegt. Davon sind wir überzeugt, sonst hätten wir den Standort nicht gewählt. Unverpackt einkaufen ist noch etwas exotisch, das ändert sich aber Schritt für Schritt. Wir empfangen z. B. regelmäßig Schulklassen, die Kinder werden damit groß. Der Nachwuchs ist also durchaus da. Es kommen tagtäglich viele interessierte und begeisterte Menschen zu uns in den Laden, die einen unverpackten Einkauf zum ersten Mal ausprobieren. Auch große Supermarktketten haben das erkannt und bieten ein Unverpackt-Sortiment an. Unser umfangreiches Angebot soll alle Menschen ansprechen und wir freuen uns über jede Kundschaft – egal ob Unverpackt-Profi, Anfänger, Erwachsene oder Kind.

TF: Was macht Die Auffüllerei ganz konkret, um klimafreundlich zu handeln?

Marlen Richter (MR): Wir legen großen Wert darauf, dass sich unser nachhaltiges Konzept auf allen Ebenen widerspiegelt. Deshalb achten wir bei der Ladenausstattung auf nachhaltige Ressourcen und Betriebsmittel und versuchen, Müll zu vermeiden. Zum Beispiel beziehen wir zu 100 Prozent Ökostrom. Wir sammeln große Papiersäcke, Plastiktüten, Verpackungs- und Eierkartons sowie Stoffbeutel und stellen diese zur Wiederverwendung im Laden für unsere Kundschaft zur Verfügung. Weiterhin nehmen wir Einweggläser entgegen. Nach erneuter Reinigung freuen sich Menschen, die spontan zu einem Einkauf bei uns vorbeischauen, über ein Behältnis. Wir sind eine Annahme- und Sammelstelle für eine Kerzenmanufaktur zum Wachs- sowie für den Naturschutzbund „NABU“ zum Korkrecycling. Und unsere moderne Kasse stellt digitale Kassenbons aus, die sich unsere Kundschaft via QR-Code-Scanner auf das Smartphone herunterladen kann.

TF: Fr. Richter, Sie sind Vorständin des Unverpackt-Verbands. Wie viele Läden gibt es inzwischen in Deutschland? Und können Sie einschätzen, wieviel Verpackungsmüll im letzten Jahr ungefähr eingespart werden konnte?

MR: Stand August 2021 gibt es in Deutschland ca. 430 Unverpackt-Läden. Der Verband an sich umfasst mittlerweile über 600 Mitglieder (eröffnete Läden und Läden in Planung). Wir als Auffüllerei haben seit Gründung November 2019 bis Ende 2020 durch den Verkauf von Lebens- und Reinigungsmitteln, die wir entweder in großen Papiersäcken, Kartonagen oder Mehrweg-Pfandeimern oder -kanistern beziehen, insgesamt ca. 32.100 Verpackungen eingespart und dadurch ca. 495 kg Plastikmüll vermieden.

TF: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Schwab und Frau Richter. Der Auffüllerei alles Gute!

 

 

Foto: Levent Tunca, ©Lust auf besser leben gGmbH
Foto: Levent Tunca, ©Lust auf besser leben gGmbH

 

Team Frankfurt (TF): Wie unterschiedlich sind die Botschafter von Lust auf besser leben? Wen stellen Sie vor?

Marlene Haas (MH): Unser „Nachhaltigkeitsbotschafter*innenprogramm“ wurde speziell für kleine Unternehmen und Organisationen entwickelt, die sich kein eigenes Nachhaltigkeitsmanagement leisten können und erkannt haben, dass sie im Netzwerk mehr erreichen können. Sie bekennen sich mit der „Charta der Nachhaltigkeit“ zu einem Entwicklungsprozess, der die Agenda 2030 im Fokus hat. Dabei arbeiten wir mit Einzelhändler*innen genauso zusammen wie mit einem Hotel oder Bildungsverein. Jede*r für sich hat Herausforderungen zu bearbeiten und eigene Erfolgsgeschichten, von denen andere lernen können.  Das Netzwerk, der Botschafter*innenklub, unterstützt den Austausch untereinander. Dort gibt es zu bestimmten Themen Impulse. Das kann von Praxisbeispielen aus der Lieferkette bis zur Biodiversität gehen. Hauptsache, die Unternehmen und Organisationen können etwas für sich in den Alltag mitnehmen oder mit anderen gemeinsam Projekte schmieden. Aktuell geben wir über Stories auf www.frankfurtnachhaltig.de Einblicke in die Lieferkette von Frankfurter Einzelhändler*innen.

TF: Können Sie uns an einem aktuellen Praxisbeispiel darstellen, wie Sie das ernste Thema Nachhaltigkeit mit Spaß und Leichtigkeit in Frankfurt erlebbar machen.

MH: Aus dem Netzwerk heraus können und sollen neue Projekte entstehen. Eines gibt es schon relativ lange, die Taschen-Tausch-Stationen. Sie funktionieren wie ein Bücherschrank für Taschen. Kund*innen können gebrauchte Beutel abgeben oder kostenfrei welche nutzen, die andere abgegeben haben. Diese Stationen haben wir nun aufgepimpt und als „Reuse me!“-Aktion in weitere Stadtteile gebracht. Das hat schon allein wegen des coolen neuen Designs Spaßfaktor und Partner*innen wie „Einmal ohne, bitte“ oder der #MainBecher machen mit. (www.taschenstationen.de)

TF: Sie sprechen auf Ihrer Website von einem inneren Wertekompass. Wie würden Sie den definieren, wo liegt Norden?
MH: Für uns ist es wichtig, ohne Verurteilung aktuelle Herausforderungen zu lokalisieren, die nachhaltiges Handeln für Menschen erschwert. Denn jede*r von uns hat ein anderes Steckenpferd: ich leiste mir vielleicht nur regionale Biolebensmittel, jemand anderes kauft dafür nur Secondhand usw. Aber jede*r von uns hat doch Bereiche, in denen es aus bestimmten Gründen nicht so leicht fällt, das offensichtlich „Richtige“ im Sinne der Nachhaltigkeit zu tun. Da setzen wir an und versuchen zum einen, praktische Lösungen zu testen, zum anderen aber zu schauen, was es auf Systemebene braucht. Aus Werteperspektive bedeutet das: „Es ist okay, wie Du bist und wo Du gerade stehst, keine*r ist perfekt.“ und vor allem „gemeinsam erreichen wir mehr“.

TF: Wie versteht sich Lust auf besser leben selbst? Als Mutmacher, als Möglichmacher oder als Zukunftsmacher?
MH: Wir sind eine Mischung aus allen genannten Punkten. Mal Möglichmacherin, wenn wir ein kommunales Becherpfandsystem an den Start bringen, mal Mutmacherin, wenn wir beim Personalforum Inklusion Menschen mit einer Behinderung und Unternehmen vernetzen. Oder Zukunftsmacherinnen, wenn wir Kinos zeigen, wie sie ihre CO2-Bilanz berechnen und was die nächsten Schritte sind.

TF: Herzlichen Dank für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben und viel Erfolg, Frau Haas.

 

 

Passt: Fair Fashion statt Fast Fashion.

Auf dem nächsten Bügel hängt vielleicht schon der nächste Trend. Vintage und Second Hand haben zum Glück immer Saison. Foto: Artificial-Photography_Unsplash
Auf dem nächsten Bügel hängt vielleicht schon der nächste Trend. Vintage und Second Hand haben zum Glück immer Saison. Foto: Artificial-Photography/Unsplash

 

Wie perfekt wäre die Welt, speziell die Modewelt, wenn es keinen Abfall mehr gäbe? Wenn Rohstoffe so verarbeitet würden, dass sie nach ihrer Nutzung das Material für den nächsten Entwurf liefern? Dann wäre Schurwolle in einem schönen Pullover nur zwischengelagert, um danach zu einer Hose versponnen und am Ende vielleicht zu einem Bodenvlies verarbeitet zu werden, das die Pflanzen beim Wachstum unterstützt und den Boden vor Erosion schützt. Ein attraktiver Gedanke, oder?

Recycling und Upcycling haben unter Klimagesichtspunkten Saison, Vintage und Second Hand liegen im Trend. Und mit neuen Angeboten wie Leasen, Mieten und Leihen gewinnen uns innovative Boutiquen zunehmend für die Idee, dass uns Kleidung nicht immer gehören muss, sondern uns nur eine Zeit lang begleitet. Die Einstellung zu Mode verschiebt es sich vom Besitzen zum Nutzen und wird aufgrund des klimafreundlichen Effekts als Bereicherung empfunden. Wo Du in Frankfurt und Umgebung richtig tolle alte Stücke findest und Deinen Kleiderschrank trendsicher machst:

Peggy Sue, Wallstraße 20, 60594 Frankfurt, www.peggysuefrankfurt.de
Vintage Park, Bleichstraße 35 (am Wilhelmsplatz), 63065 Offenbach, www.vintagepark-of.de
Vintage Revivals, Wallstraße 25, 60594 Frankfurt-Sachsenhausen, www.vitagerevivals.de
Epiphany, Zeil 10, 60313 Frankfurt, www.fb-com/epiphany-Vintage-and-More.de
Aschenputtel, Neue Kräme 27 (An der Kleinmarkthalle), 60311 Frankfurt, www.secondhand-aschenputtel.de
Coco First and Second Hand, Schäfergasse 20, 60313 Frankfurt, www.coco-frankfurt.com
Escatira, Berger Straße 47, 60316 Frankfurt, www.facebook.com/Escatira/
ReSales Frankfurt, Elisabethen Straße 14, 60594 Frankfurt
Vieux Pont, Fahrgasse 1, 60311 Frankfurt

Quelle: https://frankfurtdubistsowunderbar.de/die-neun-vintage-und-retromode/
Mehr Infos: https://www.fairfashionguide.de/#section1

 

 

Besser, frischer, direkt beim Erzeuger kaufen.

1. Die Frankfurter Wochenmärkte

Nirgendwo ist der persönliche Kontakt zum Verkäufer bzw. dem Erzeuger intensiver als auf den Wochenmärkten der Stadt. Wenn Du darauf achtest, nur Lebensmittel einzukaufen, die in der Region angebaut, saisonal geerntet, direkt vermarktet und meistens sogar nachhaltig und biologisch erzeugt wurden, findest Du in den Wochenmärkten eine der umwelt- und klimaschutzfreundlichsten Einkaufsmöglichkeiten in Frankfurt. In vielen Stadteilen bieten die insgesamt über 190 Markthändlerinnen und -händler an festen Wochentagen ihre frischen Produkte an. Hier ein Überblick:

Dienstag
Höchst/Markthalle Höchst 07:00 bis 13:00 Uhr
Dornbusch 08:00 bis 18:00 Uhr
Friedberger Warte 08:00 bis 18:00 Uhr
Sachsenhausen 08:00 bis 18:00 Uhr

Mittwoch
Bornheim 08:00 bis 18:30 Uhr
City-West 10:00 bis 20:00 Uhr
Rödelheim 08:00 bis 18:00 Uhr

Donnerstag
Bockenheim 08:00 bis 18:00 Uhr
Bonames 13:00 bis 20:00 Uhr
Campus Westend 09:00 bis 17:00 Uhr
Konstablerwache 10:00 bis 20:00 Uhr

Freitag
Höchst/Markthalle Höchst 07:00 bis 13:00 Uhr
Sachsenhausen 08:00 bis 18:00 Uhr
Gallus 08:00 bis 18:30 Uhr
Heddernheim 09:00 bis 18:00 Uhr
Blumenmarkt 09:00 bis 18:00 Uhr
Schillermarkt 09:00 bis 18:30 Uhr
Nordend 10:00 bis 20:00 Uhr

Samstag
Höchst/Markthalle Höchst 07:00 bis 13:00 Uhr
Bornheim 08:00 bis 16:00 Uhr
Niederrad 08:00 bis 16:00 Uhr
Riedberg 09:00 bis 16:00 Uhr
Konstablerwache 08:00 bis 17:00 Uhr
Oberrad 09:00 bis 14:00 Uhr

(Stand: August 2021, Quelle: HFM Management für Hafen und Markt Frankfurt)

Das Energiereferat veranstaltet seit vielen Jahren die Klimagourmet-Woche. Jedes Jahr im September können Frankfurter*innen dabei erleben, wie Klimaschutz und Ernährung zusammenhängen, und das niemand auf Genuss verzichten muss, um sich klimafreundlich zu ernähren. Mehr dazu unter www.klimagourmet.de oder auf unserem Blogbeitrag mit Maike Thalmeier, dazu gibt es die besten Klimagourmet-Rezepte zum Nachkochen.

 

2. Frankfurter Flohmarkt

Alten Stücken ein zweites Leben schenken, Schätze heben, echte Perlen entdecken. Der Frankfurter Flohmarkt findet im Wechsel an zwei unterschiedlichen Orten am Main statt. Entweder am Mainufer zentral in Höhe des Schaumainkai mit grandiosem Blick auf Innenstadt und Skyline. Oder an der Lindleystraße im Osten der Stadt. Im alten Industriehafen ist das Ambiente vielleicht etwas sachlicher, das Angebot aber das gleiche. Jedem erfolgreichen Kauf geht immer eine ausgiebige Orientierungsphase, die Entscheidung sowie ein gutes Verhandlungsgeschick voraus. Was eigentlich fast noch wichtiger ist als der Kauf selbst.

Wegen der Corona-Situation bitte die nächsten Termine tagesaktuell unter folgendem Link abfragen: https://www.flohmarktheld.de/frankfurt-am-main/)
(Quelle: Flohmarktheld)

 

3. Frankfurter Kleinmarkthalle

Am besten frisch, regional, saisonal, bio und direkt beim Erzeuger kaufen. Foto: Unsplash
Frischer als frisch. Die 60 Händler der Kleinmarkthalle geben täglich ihr Bestes. Foto: Peter Wendt/Unsplash

 

Was passt besser zu einer internationalen, pulsierenden und weltoffenen Stadt wie Frankfurt als ihre großartige Kleinmarkthalle? Von Montag bis Samstag präsentieren sich dort über 60 Händler in traditioneller Marktatmosphäre und bieten frische regionale und internationale Spezialitäten an. Am nachhaltigsten kaufst Du ein, wenn Du auf Lebensmittel achtest, die in der Region angebaut, saisonal geerntet, direkt vermarktet und meistens sogar nachhaltig und biologisch erzeugt wurden. Das angeschlossene Restaurant, die Terrasse und der Schlemmergarten vor der Kleinmarkthalle (Samstag) laden Dich ausdrücklich zum Probieren und Verweilen ein.

Ein toller Begegnungsort, der Einheimische und Besucher*innen immer wieder zu neuen Gerichten inspiriert und alle Zutaten bereithält, die Du für ein nachhaltiges Menü brauchst. Die Kleinmarkthalle ist zentral gelegen zwischen Hasengasse und Liebfrauenberg, in unmittelbarer Nähe zur Zeil.

 

4. Marktschwärmer: Pop-up-Märkte für Erzeuger

Die Marktschwärmer-Gründerinnen Katrin Groth, Katrin Hage und Patricia Thébeault bieten Erzeugern*innen die Chance, ihre Waren auch dort direkt an Kunden*innen zu verkaufen, wo es keinen festen Wochenmarkt gibt. 700 Produzenten haben sich der Initiative zur Direktvermarktung bereits angeschlossen. Auf den Pop-up-Märkten der Stadt findest Du Obst, Gemüse, Eier, Milch- und Fleischprodukte, Pilze, Marmeladen sowie Pesto, Hummus, Bier, Wein, Kaffee und sogar Eis. Das meiste davon in Bioqualität.

Neben den beliebten Standorten im Gutleutviertel, Fechenheim und Sachenhausen findest Du die Marktschwärmer auch im Unverpackt-Laden ULF am Lokalbahnhof, in der Auffüllerei an der Höhenstraße und demnächst auch in der Krabbelstube im Westend. Seit kurzem kannst Du auch über das Internet die Produkte aus der Region bestellen und am frühen Abend im Frankfurter Stadtgebiet zentral abholen. Die Marktschwärmer gibt es außerdem in Bensheim und Rüsselheim. Hier geht es zur Website.

 

Mundraub: Ernten, wo ernten erlaubt ist.

Hier kannst Du legal Obst in der Nachbarschaft ernten. Foto: Arunas-Naujokas/Unsplash
Hier kannst Du legal Obst in der Nachbarschaft ernten. Foto: Arunas-Naujokas/Unsplash

 

Auf vielen Obstwiesen biegen sich die Bäume im Spätsommer und Herbst unter Nüssen und prallem Obst. Doch darf man einfach pflücken und sich in den Mund stecken, was da wächst? Mundraub sagt Dir, wo das erlaubt ist und wo nicht. Denn eigentlich ist das strafbar. Wer beim Spaziergang einen Apfel von einem fremden Baum pflückt, begeht Diebstahl. Wenn Du also ungestraft ernten willst, solltest Du Dich vorher informieren, wo das erlaubt ist. Unter der Internetadresse mundraub.org findest Du alle Bäume, von denen Du absolut legal ernten darfst.

Nach dieser Karte sind zum Beispiel die Pflaumen am Letzten Hasenpfad in Höhe der Hausnummer 62 zum Pflücken frei, Kirschen an der Franziusstraße neben der Kaiserleibrücke und Birnen im Heinrich-Kraft-Park zwischen Kilianstädter Strasse und Wasserturmweg. Es lohnt sich also, nach den aktuellen Adressen zu suchen und zu schauen, was andere in der Nachbarschaft schon gefunden haben. Wer einen neuen Ort auf der Karte angibt, weil er Obstbäume, -sträucher, Nüsse oder Kräuter gefunden hat, muss sich absolut sicher sein, dass beim Ernten keine Eigentumsrechte verletzt werden. Außerdem sollte bitte nur für den Eigenbedarf gepflückt werden, körbeweise Obst abzutransportieren ist nicht in Ordnung. Zu guter Letzt wünscht sich die Plattform, dass man sich auch für die Pflege und Nachpflanzung von Obstbäumen einsetzt und stark macht.

In einigen Landkreisen fällt an manchen Jahren so viel Obst an, dass es teilweise gar nicht geerntet werden kann. Der Neckar-Odenwald-Kreis zum Beispiel hat jetzt eine Aktion gestartet, durch die der große Ernteertrag besser genutzt werden soll. Von allen Bäumen, die dort ein gelbes Band tragen, darfst Du Früchte pflücken – ohne zu fragen, völlig legal.

 

Refill: Hier kannst Du kostenlos Wasser auffüllen.

Das Konzept von Refill Deutschland ist überraschend einfach: Läden mit dem Refill-Aufkleber im Fenster oder an der Tür füllen Dir kostenlos Leitungswasser in das mitgebrachte Trinkgefäß. Inzwischen gibt es mehr als 5.585 solcher Refill Stationen und Trinkbrunnen in Deutschland. (Stand März 2021).

Refill ist ein ehrenamtliches Zero-Waste-Projekt, völlig unternehmens- und parteiunabhängig. Alle Beteiligten betreiben und betreuen Refill in ihrer Freizeit. Mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher wollen sie dem Plastikwahnsinn ein Ende bereiten, auf die Verschmutzung durch Plastikmüll und zunehmende Ressourcenverschwendung hinweisen. Refill will die Menschen inspirieren, plastikfreier zu leben. Wenn also der große Durst kommt und Du Deine Trinkflasche auffüllen möchtest, hier bist Du herzlich willkommen:

https://refill-deutschland.de
https://refill-deutschland.de

 

Das neue Klimasparbuch für 2022 bestellen.

Das neue Klimasparbuch 2022 ist da. Im elften Jahr in Folge liefert das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main allen Bürger*innen zahlreiche Anregungen und Tipps rund um nachhaltiges Leben in der Stadt, ergänzt um 45 Gutscheine und viele aktualisierte Adressen. Vom Mainbecher über den nachhaltigen Einkauf auf dem Erzeugermarkt bis hin zu überraschenden Ideen, wie man in der eigenen Stadt einen spannenden Urlaub machen kann, anstatt mit dem Flugzeug um die halbe Welt zu fliegen.

Das Klimasparbuch ist die richtige Lektüre für alle Frankfurter*innen, die auch 2022 wieder jeden einzelnen Tag mit Genuss und Freude ein klein wenig klimafreundlicher gestalten möchten. Zentrales Thema ist klimafreundliches Einkaufen. Erhältlich im guten Buchhandel oder direkt bei beim Oekom Verlag.

Das Klimasparbuch 2022 gefällt uns so gut, dass wir die ersten zehn Interessenten, die uns eine E-Mail schrieben, mit einem kostenlosen Exemplar belohnen. Die Adresse lautet: presse.energiereferat@stadt-frankfurt.de

 

 

 Gefördert mit Mitteln des Landes Hessen
Gefödert mit Mitteln des Landes Hessen

| von Team Frankfurt